Quo vadis – europäische Christdemokratie ?
Immer wieder hört man in Medien und das bereits seit mindestens 20 Jahren, dass das Zeitalter der großen Volksparteien vorbei wäre und die Parteienbindung sinkt, die Wechselwählerbereitschaft steigt und auch der Wähler im Rahmen seiner Orientierungssuche immer flexibler wird.
Orientierungssuche und Flexibilität sind aber nicht ein Problem des Wählers, der sich an den Programmen und Aussagen der Politik orientiert und so hofft zu einer Bindung oder mindestens Wahlentscheidung zu kommen, sondern viel mehr in den Parteien selbst als Problem zu verorten.
Studien beweisen eben aber auch, dass der Wähler und gerade hier die Jugend sich weniger an einer Spaßgesellschaft und einem Wischi-Waschi-Kurs orientiert, sondern die orientierungslose Spaßgesellschaft und die sich an dieser orientierende Politik gerne mit einer wertekonservativen Gesellschaft(spolitik) tauschen würde.
Und gerade hier müssen wir uns an der Überschrift orientierten, geradezu einhacken. Mal links, mal rechts, mal auffi , mal obi ist ja wohl nicht der Kurs, der uns den Weg in die Zukunft weißt. Auch nicht Paradigmenwechseln, wie sie oftmals gepredigt werden und schon gar nicht befindet sich das konservative Lager geistig im tiefsten Mittelalter, wie es von einigen zu hören ist.
Laut eines CDU-Politiker im Spiegel, dürfe man nicht nur konservative Wähler ansprechen, um den rechten Rand an die Partei zu binden. Anscheinend hat er schon neue Wählerschichten erfunden und entdeckt. Deswegen liegt seine Partei in Umfragen auch bei 30 Prozent oder darunter und nicht bei 38 oder 43 Prozent, wie in der Zeit als laut seiner Diktion in Familienfragen noch konservative Positionen bezogen wurden, die aus dem Mittelalter stammen, wenn man ihm glauben darf.
Die breiten Bevölkerungsschichten und auch die Parteibasis der deutschsprachigen christdemokratischen Parteien wünschen sich eben eine konservative Familienpolitik, eine vernünftige Zuwanderungspolitik, eine Leistungsgesellschaft, eine Partei, wo die christlichen Wurzeln noch zu erkennen sind.
Und nicht Lifeball, Loveparade, Multikulti und eine wertelose, glaubensfreie Zone, mit einigen Hofnarren aus dem linken Spektrum als Gestalter der Spaßszene und ebenso wenig einen total enthemmten Liberalismus. Schon gar nicht, wird man dort die neuen Wähler finden, weil niemand geht zum Schmiedel, wenn es der Schmied auch kann.
Gerade in diesem Bereich aber kehren wir dann doch lieber zu einem konservativen Programm zurück, wo wir dann der Schmied sind. Wir müssen uns nicht für den Zeitgeist als Konservative neu erfinden, wir stehen über den Zeitgeist und sind trotzdem der Zeitgeist für viele, wie man anhand der Jugendstudien sehen kann.

